Großer Anklang bei Workshop für Turnierregeln
Mehr als zwanzig Interessierte trafen sich am 6. Oktober
beim erstmalig angebotenen Workshop für Regelfragen.
Turnierleiter, die regelmäßg bei den Clubturnieren
auftretende Fragen klären müssen, waren ebenso
vertreten wie an den Bridgeregeln interessierte Spieler,
die sich nicht durch selbsternannte “erfahrene”
Bridgespieler beim Turnier überfahren lassen wollen.
Mathias Farwig moderierte die 6-Stündige Fragerunde in souveräner und kompetenter Art und Weise, ohne jedoch den roten Faden zu verlieren. Angefangen bei den Vorschriften beim Mischen über die Reizung und die Klärungsphase bis hin zum Alleinspiel und den Scores wurden allgemeine Grundsätze erläutert und aufkommende Fragen geklärt.
Die Fragen zu ungenügenden Geboten und Geboten außer Reihenfolge nahmen einen großen Raum ein, weil in diesem Zusammenhang der neue Begriff des “vergleichbaren Gebots” eine große Rolle spielt. Turnierleitern riet der Moderator dazu, im Zweifel zunächst ein Gebot als vergleichbar einzustufen. 
Bei dem Thema Abspiel war den Teilnehmern die Rolle des Alleinspielers sehr wichtig, weil doch die Meinung sehr verbreitet ist, dem Alleinspieler sei alles erlaubt. Tatsächlich jedoch gilt auch seine Karte als gespielt, wenn sie für alle sichtbar ist oder den Tisch berührt oder fast berührt. Die Benennung einer Karte des Dummies gilt als gespielt. Da dieser Passus einer Auslegung des Turnierleiters bedarf, fügte Farwig hinzu, dass er in der Bundesliga rigoroser entscheide als im wöchentlichen Clubturnier.
Lacher löste die Bemerkung aus, in einer Hand hinter dem Alleinspieler den König zu verstecken und diese dem Alleinspieler zu “zeigen”, damit dieser den Schnitt zur falschen Seite mache. Er nannte es die “österreichische Methode”.
Am Ende waren alle einhellig der Meinung, dass diese Veranstatung überfällig gewesen war und dass die 20€, die der Kurs gekostet hatte, gut investiertes Geld gewesen seien.
Bernd Redlich